Kurz vor seinem Tod hat der jüdische Bildhauer Ismond Rosen (London) sein Hauptwerk, an dem er 40 Jahre lang arbeitete, der Kirche Zum Heiligen Kreuz übergeben. Der Künstler hat das Triptychon “Christus im Holocaust" als ein Mahnmal und zugleich als ein Versöhnungszeichen für uns Heutige geschaffen. Der Standort in Berlin wurde von Ismond Rosen bewusst gewählt, weil hier die "Endlösung der Judenfrage" geplant worden war. Und es sollte in einem großen Kirchengebäude stehen, um an hervorragendem Ort daran zu erinnern, dass die christlichen Kirchen über Jahrhunderte hinweg ursächlich am Judenhass beteiligt waren.
Die neugotische Heilig-Kreuz-Kirche liegt nahe den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor. Die Kirchengemeinde hat durch funktionale Raumgestaltung in Kombination mit der Kirche freie Räume geschaffen, die für Veranstaltungen genutzt werden können. Damit ist das Prinzip einer offenen Kirche umgesetzt worden.