Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es eine relativ große englische Gemeinde in Berlin. Seit 1885 stand für die Gottesdienste im Park des Schloss Monbijou eine neu Kirche zur Verfügung. Die St. George’s Church war als einzige englische Kirche in Berlin während des Ersten Weltkriegs geöffnet. Bombenangriffe zerstörten Schloss und Kirche am Ende des Zweiten Weltkriegs.
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Aufgrund des zahlreichen englischen Dienstpersonals in Berlin gab es seit der Mitte des 19. Jahrhundert in Berlin gab es eine relativ große Zahl von anglikanischen Christen. Seit 1830 gab es englische Gottesdienste und später im Torhaus des Schloss Monbijou eine extra eingerichtete 'Englische Kapelle'.
Kronprinzessin Victoria war aufgrund ihrer englischen Herkunft hier oft zu Gast, was durchaus politische Brisanz mit sich brachte. Kaiser Wilhelm I. förderte allerdings den Bau einer englischen Kirche im Park des Schlosses, deren Grundstein am Geburtstag der englischen Königin Victoria gelegt wurde. Architekt Julius Carl Raschdorff arbeitete bei der Gestaltung eng mit der Kronprinzessin zusammen und an ihrem Geburtstag am 19. November 1885 fand die Einweihung statt. Die Kirche selbst bekam den Namen des englischen Heiligen St. Georg.
Die St. Georgskirche war die einzige englische Kirche Deutschlands, die auch während des Ersten Weltkriegs geöffnet war.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Kirchengebäude und Schloss Monbijou 1943 und 1944 von Bombenangriffen schwer getroffen. Die Überreste wurden von der Regierung der DDR abgerissen.
Im britisch-besetzten Teil der Stadt entstand 1950 eine neue St George´s Church, die auch ein Teil des wiedergefundene Inventars aufnahm. Sie wurde bis 1994 als Militärkirche genutzt, nach dem Abzug der britischen Truppen als zivile Kirche.