Das 1858-1874 in der Oranienburger Straße erbaute Domkandidatenstift diente der theologischen Ausbildung. Das Gebäude besaß eine reich ausgestattete Kapelle für Gottesdienste. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude zerstört und 1972 abgerissen.
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Friedrich Wilhelm IV. setzte sich besonders für eine religiöse Stärkung der Bevölkerung in Berlin des 19. Jahrhunderts ein. Zusammen mit dem aus Tübingen stammenden Generalsuperintendent Wilhelm Hoffmann gründete er ein Predigerseminar für die besondere Vorbereitung auf den Pfarrdienst.
In der Spandauer Vorstadt fand sich ein geeigneter Platz für ein Domkandidatenstift, dessen Gebäude 1858 nach Plänen Friedrich August Stülers gebaut wurde. Der Bau bekam einen Seminargebäude, einen Bet- und Speisesaal und schließlich eine Kapelle für über 700 Menschen. Geprägt wurde die Ausstattung von einem italienischen Stil mit Formen der Antike und Renaissance. Auffällig war ein großer, abgesetzter Glockenturm.
1904 wurde die Monbijou-Brücke gebaut und die Straße trennte das Grundstück.
1944 und 1945 wurde das Gebäude durch Bombenangriffe beschädigt und brannte aus. Die Überreste wurden 1972 beseitigt.