Die Sankt-Michaels-Kirche ist eine der ältesten katholischen Kirchen Berlins. Ab 1851 in der Schinkel-Schule erbaut, wurde sie während des 2. Weltkriegs erheblich beschädigt. Teile der Kirche wurden als moderner Kirchenraum für Gottesdienste restauriert. Die Gemeinde gehört aber zur Domgemeinde St. Hedwig. Die wechselhafte Geschichte der Kirche und der Gemeinde ist ein eindrucksvolles Zeugnis der bewegten Stadtgeschichte Berlins.
Anfang 1945 wurden die gesamte Luisenstadt durch Bomberangriffe stark zerstört. Seither ist das Kirchenschiff der Sankt-Michaels-Kirche eine Ruine. Nur das Querhaus mit der 56m hohen Bronzekuppe wurde als moderner Gottesdienstraum restauriert.
Die St.-Marien-Liebfrauen-Gemeinde wurde 1895 als Tochtergemeinde von St.-Michael-Gemeinde gegründet. Der Bau einer neuromantischen Kirche begann 1904 in der Wrangelstraße inmitten von Mietskasernen. 1993 wurde das Gebäude umfassend renoviert und mit zeitgenössischen Kunstwerken ausgestattet. Der nach dem Mauerbau abgetrennte Kreuzberger Teil der Michael-Gemeinde fusionierte 2000 mit der St.-Marien-Liebfrauen-Gemeinde.
Schon bei der Gründung war der Stadtteil ein sozialer Brennpunkt und nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkte die Gemeinde ihre Arbeit mit den Schwachen in der Gesellschaft und mit Zuwanderern.
Theodor Fontane gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des poetischen Realismus. Zahlreiche seiner Bücher und Erzählungen geben einen eindrucksvollen Einblick in die Zeit nach der Bürgerlichen Revolution in Berlin und dem Umland.