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Nikolaikirche - Spandau
Bild druckenFoto: Kirchenpädagogik EKBO

St.-Nikolai-Kirche Spandau

Reformationsplatz
13597 Berlin-Spandau
www.nikolai-spandau.de
Gemeindebüro
030 - 333 56 39
gemeindebuero@nikolai-spandau.de

Nikolaikirche Spandau

Die im 14. Jahrhundert erbaute Nikolai-Kirche ist das prägendste Bauwerk der Spandauer Altstadt. 1539 trat hier Kurfürst Joachim II. zum lutherischen Bekenntnis über.
In der Kirche befinden sich eine Reihe von wichtigen Sakralkunstwerken und Gemälden. 1995-96 wurde das Gebäude umfassend renoviert und eine neue Orgel eingebaut.

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Bilder

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Tür

Die Eingangstür trägt den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets Alpha (Α) und Omega (ω). Dies ist angelehnt an den Ausspruch Jesu "Ich bin das Alpha und das Omega" (Johannes 22,13). Damit wird ausgedrückt, dass Christus Ursprung und Ziel der ganzen Welt ist.
In den oberen Ecken finden sich die Symbole für das Abendmahl, Brot und Kelch (Wein). Die Wellen stehen für Spandau, als Stadt an der Havel, was sich auch im Spandauer Stadtwappen wiederfindet.

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Innenraum und Orgel

Die St. Nikolai-Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem Umgangschor und zwei Seitenkapellen, einem mächtigen Satteldach und dem monumentalen Westturm. Ihre Gesamtlänge mit Turm beträgt 55 m, die Gesamtbreite ohne Kapellen 21,20 m und die Firsthöhe 31,30 m. Der Turm erreicht eine Gesamthöhe von 77 m mit einer Aussichtsplattform in 53,80 m Höhe. Seine Mauerstärke im Erdgeschoß beträgt fast drei Meter.
(Text: Nikolaikirchengemeinde)

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Altar

Der Renaissancealtar aus dem Jahr 1582 zeigt auf den Seitenflügeln die Familie des Grafen Rochus Guerini zu Lynar, dem Amthauptmann von Spandau. Er hat den Altar gestiftet.
In der Mitte wird die Szene des Letzten Abendmahls (Matthäus 26,17–29; Markus 14,12–26; Lukas 22,14–20). Durch die Einnahme des Abendmahls in beiderlei Gestalt (Brot und Wein) durch Joachim II. wurde die Reformation in Brandenburg sichtbar eingeläutet. Zudem erinnert das Abendmahl die vor dem Altar versammelte Gemeinde an die Gemeinschaft untereinander und mit Christus.

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Kanzel

Die barocke Kanzel steht am südlichen Chorpfeiler. Sie stammt aus der Kapelle des Potsdamer Stadtschlosses und wurde zunächst der reformierten St. Johannis-Kirche in Spandau geschenkt. Nach dem Zusammenschluss mit der St. Nikolai-Gemeinde kam die Kanzel 1902 an ihre heutige Stelle.
Der Sockel läuft auf drei Bärentatzen aus, die Albert den Bären erinnern sollen, der das Christentum in die Mark Brandenburg brachte. Die drei Adler bilden dann die Verbindung zu Preußen.

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Gruft der Familie zu Lynar

Unter dem Altar befindet sich die Gruft mit den Prunksärgen der Familie zu Lynar.

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Taufbecken aus Bronze (1398)

Die Inschrift auf dem bronzenen Taufkessel datiert das Kunstwerk auf das Jahr 1398. Das Becken ruht auf vier Trägerfiguren, die sich aufgrund von Beschädigungen nicht mehr eindeutig identifizieren lassen (evtl. Evangelisten).

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Gefallene der Befreiungskriege (1813-1815)

Neben der St.-Nikolai-Kirche befindet sich das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Denkmal in Erinnerung an die Befreiungskriege von 1813-1815 gegen Napoleon. Der ehemalige 'Kirchplatz' heißt heute 'Reformationsplatz'

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Orte

Kurfürst Joachim II.

Kurfürst Joachim II. sorgte 1539 für die Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. Seit dieser Zeit gilt die St.-Nikolai-Kirche als Reformationskirche von Berlin-Brandenburg. Das vom Bildhauer Erdmann Encke entworfene Denkmal wurde 1889 zum 350-jährigen Jubiläum vor dem Kirchenportal aufgestellt.

Kirchenpädagogik

Kirchenpädagogik ist ein Projekt des Religionsunterrichts (RU), das zum lebendigen Entdecken von Kirchenräumen in Berlin einlädt.
Der subjektorientierte Ansatz fördert die Einbeziehung der Lebenswelten der Teilnehmenden. Schulisches und außerschulisches Lernen ergänzen sich. Kirchenpädagogik eignet sich für die Kooperationen des RU mit anderen Fächern.

Spandovia Sacra - Heiliges Spandau

Das reformationsgeschichtliche Museum von St. Nikolai ist in einem im Kern aus dem Mittelalter stammenden Fachwerkhaus untergebracht. Die wechselnden Ausstellungen beschäftigen sich vorwiegend mit kirchlicher Geschichte, die immer auch Teil der Orts- und Regionalgeschichte ist. Fast ausschließlich werden Stücke aus eigenem Bestand präsentiert. Nach dem Museumsbesuch lädt das angegliederte gemütliche Café zum Verweilen ein: unter lauschigen alten Bäumen auf dem Reformationsplatz oder im hellen Wintergarten.

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Personen

Joachim II. von Brandenburg (1505-1571)

Über 35 Jahre regierte Joachim II. als Kurfürst in Brandenburg. Er war für die Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg und damit auch in Berlin verantwortlich. Außerdem sorgte er für aufwendige Bautätigkeiten innerhalb und außerhalb der Stadtmauern.

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Materialien

Spielszene (Kirchenpädagogik EKBO):

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