Die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, allerdings kurz danach wiederhergestellt und ab 1950 für Gottesdienste genutzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer lag die Kirche auf dem Grenzstreifen und war nicht mehr zugänglich, bis das Gebäude 1985 gesprengt wurde. Heute befindet sich an der Stelle die Kapelle der Versöhnung.
Der kreuzförmige Grundriss der Versöhnungskirche ist mit einem Achteck kombiniert. Ähnlich wie bei der Samariterkirche schuf Architekt Möckel eine Raumwölbung, bei der sich die Tragebögen in den Ecken der Vierung durchdrangen.
Im Zusammenhang mit dem Berliner Mauerbau 1961 wurden die Häuser in der Bernauer Straße abgerissen. Zunächst blieb die Kirche mit zugemauerten Türen und Fenstern stehen.
Mit Ausbau der Grenzberfestigungen kam es am 1985 zur Sprengung der Versöhnungskirche. Nach der Wiedervereinigung errichtete die Gemeinde an der Stelle des ehemaligen Kirchengebäudes die Kapelle der Versöhnung. Die alten Glocken, der Altar und das Turmkreuz wurden in die Gestaltung mit einbezogen.
Ein kleiner Teil der Berliner Mauer befindet sich noch an der Bernauer Straße zwischen Acker- und Bergstraße. Dieses Areal gilt als offizielle Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft.