Die erste offizielle Moschee in Berlin wurde 1928 in Wilmersdorf eingeweiht. Trotzdem hat das muslimische Leben in Deutschland eine Geschichte, die schon mehrere Jahrhunderte vorher beginnt. Die Gegenwart ist dagegen noch immer geprägt von den sogenannten 'Hinterhofmoscheen' aus der Zeit der Gastarbeiterfamilien. Erst in jüngster Zeit kam es zu verschiedenen repräsentativen Moschee-Neubauten.
Die Wilmersdorfer Moschee ist die älteste Moschee Berlins. Das Gebäude ist im indisch-muslimischen Stil gebaut und lehnt sich an indische Grabstätten an. Die 1928 eingeweihte Moschee steht unter Denkmalschutz, wird heute aber kaum noch benutzt.
Die Merkez Camii (dt. Zentralmoschee) in Kreuzberg ist ein typisches Beispiel einer sogenannten Hinterhofmoschee. Sie befindet sich in einer ehemaligen Garage und wird vom DITIB Verein geleitet.
Die Şehitlik-Moschee wurde auf dem türkischen Friedhof am Columbiadamm gebaut, von dem sie auch ihren Namen erhalten hat. Sie ist im Stil der osmanischen Architektur des 17. Jahrhunderts von der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIP) erbaut. Mit Platz für 1.500 Personen ist sie die größte Moschee Berlins.
Die Omar Ibn Al-Khattab Moschee (Ömer İbnu’l Hattâb Camiisi) in Berlin-Kreuzberg wurde vom „Islamischen Verein für wohltätige Projekte“ (IVWP) gebaut und 2008 vollendet. Sie befindet sich an der Kreuzung der Wiener Straße mit der Skalitzer Straße am U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof und ist nach dem Kalifen Umar ibn al-Chattab benannt.
[Text: Wikipedia]