Das Thema von Schutz und Zuflucht ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Eine Vielzahl von biblischen Erzählungen berichten davon, wie die Menschen im Vorderen Orient auf die Gastfreundschaft und Hilfe anderer Völker und Stämme angewiesen waren. Die Gründe dafür konnten vielfältig sein.
Seit dem 13. Jahrhundert verband sich die Mariendarstellung auch mit dem Thema des Mantelschutzes, einem mittelalterlichen Rechtsakt, bei dem eine höhergestellte Persönlichkeit die zu schützende Person unter den Mantel barg. Dies verdeutlichte den vollzogenen Rechtsakt und wurde beispielsweise bei der Adoption von Kindern angewandt (Mantelkinder). In der christlichen Bildsymbolik entwickelte sich schließlich die Schutzmantelmadonna als feste Figur, welche die zu schützenden Personen unter ihrem Mantel sammelt.
Heute befindet sich in der Neuen Wache eine vergrößerte Kopie der Bronze-Pietà ('Mutter mit totem Sohn') von Käthe Kollwitz im Inneren des Gebäudes, das Original befindet sich im Käthe Kollwitz Museum.
Das Bode-Museum auf der Museumsinsel wurde 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum zum Andenken an Kaiser Friedrich III. eröffnet. Es enthält das Museum für Byzantinische Kunst, eine Skulpturensammlung, ein Münzkabinett und Werke der Gemäldegalerie.
Die Marienkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Damit ist sie die älteste Kirche Berlins, die noch für Gottesdienste genutzt wird. Aufgrund der Umgestaltung des Stadtkerns nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Beseitigung der meisten historischen Gebäude steht die Marienkirche jetzt auf freier Fläche am Alexanderplatz. Die Kirche beherbergt bedeutende Kunstwerke vergangener Epochen.
Die Neue Wache ist die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Früher war sie Standort der königlichen Wache. Im Inneren findet sich heute eine Abbildung der Bronze-Piete von Käthe Kollwitz.
Der Französischen Dom wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Kirche für die Hugenotten gebaut. Die reformierten Glaubensflüchtlinge kamen aus Frankreich und fanden in Berlin Zuflucht. Außerdem ist hier das Hugenottenmuseum untergebracht.
südost Europa Kultur e.V. verbindet psycho–soziale Arbeit, kulturelle Aktivitäten und gesellschaftliches Engagement zu einem Gesamtkonzept.
In Berlin werden bei südost vielfältige kulturelle Veranstaltungen durchgeführt und zahlreiche Projekte verfolgt, deren Schwerpunkt auf der Integrationsarbeit liegt (z.B. Deutsch- und Alphabetisierungskurse und Interkultureller Garten „Šerbe“/Rosenduftgarten).
Käthe Kollwitz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern und ist eine der bedeutendsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Sie hat zahlreiche Zeichnungen, Grafiken und Plastiken entworfen, die oft nachgemacht oder vervielfältigt wurden. In ihren Werken hat sie die zentralen Lebensthemen der Menschen aufgenommen und so die ganze Spannweite des menschlichen Lebens wiedergegeben.