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Verlorene Synagogen







Vor dem Nationalsozialismus gab es 16 Gemeindesynagogen und zahlreiche private Gebets- und Versammlungsräume in Berlin. Wie die meisten jüdischen Einrichtungen wurden sie in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 geschändet, zerstört oder in Brand gesteckt. Heute gibt es wieder 7 Synagogen der Einheitsgemeinde in der Stadt. Doch die Spuren der ehemaligen jüdischen Gotteshäuser sind mehr oder minder deutlich in der Stadt erhalten.

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Orte

Synagoge Heidereutergasse 4 (1714-1942)

Synagoge Heidereutergasse (1714-1942)

Die älteste Gemeindesynagoge Berlins wurde von 1712-1714 im damaligen Marienviertel von Alt-Berlin erbaut. Während der Pogromnacht 1938 blieb sie weitgehend unbeschädigt, wurde dann aber im 2. Weltkrieg zerstört und später abgerissen.

Axel-Springer-Straße 48

Synagoge Lindenstraße (1891-1938)

Die Synagoge in der ehemaligen Lindenstraße wurde während des Novemberpogroms 1938 stark beschädigt und am Ende des 2. Weltkriegs durch Bomben zerstört. Sie gehörte zu den ersten großen Berliner Synagogen, deren Bauweise sich bewusst den Zeittendenzen der Architektur anzupassen versuchte.

Synagoge Lindenufer 12 (1895-1938)

Die Synagoge von Spandau wurde 1895 eingeweiht. Bevor der Gottesdienst im Gebäude am Lindenufer 12 abgehalten werden konnte, fanden Gebet und Unterricht im Hofgebäude der ehemaligen Gaststätte Ritterstraße 12 statt. Im Inneren kann man heute noch die Nutzung erkennen.

Lessingstraße 6

Synagoge Lessingstraße (1896-1938)

Die in der Öffentlichkeit als "Intelligenz-Tempel" bezeichnete Synagoge in der ehemaligen Lessingstraße 19 gehörte bis zu ihrer Zerstörung während der Reichspogromnacht zum Synagogenverein Moabit. Albert Einstein, Ismar Elbogen und Eugen Mittwoch besuchten hier den Gottesdienst.

Synagoge Dresdener Straße (1910-1929)

Synagoge Dresdener Straße (1910-1929)

Die Synagoge in der Dresdner Straße war ursprünglich als Ersatz für die Synagoge in der Prinzenstraße gedacht. Aber schon nach kurzer Zeit wurde sie zugunsten der Synagoge am Kottbusser Ufer (Fraenkelufer) aufgegeben.

Synagoge Münchener Straße (1909-1956)

Synagoge Münchener Straße (1909-1956)

Die Synagoge in der Münchener Straße 37 war das jüdische Gotteshaus für das Bayerische Viertel. Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört und 1956 abgerissen.
1963 entstand an der Stelle das frühste offizielle künstlerische Denkmal der Stadt Berlin für das jüdische Leben in der Stadt.

Mahnmal Levetzowstraße

Synagoge Levetzowstraße (1914-1938)

An der Stelle der ehemaligen Synagoge Levetzowstraße steht heute ein Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation und Ermordung jüdischer Bürger während des Nationalsozialismus. Bodenplatten zeigen die 36 Berliner Synagogen vor der Shoa, von denen der größte Teil aus dem Stadtbild verschwunden ist.

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