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Reformation in Berlin







Die Reformation wurde in der Mark Brandenburg nach allgemeiner Auffassung am 1. November 1539 durch den Empfang des Abendmahls mit Brot und Wein durch den Kurfürst Joachim II. in der St.-Nikolai-Kirche von Spandau eingeführt.
Der Übertritt zum neuen Glauben brachte auch für Berlin zahlreiche Neuerungen mit sich.

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Orte

Nikolaikirche - Spandau

St.-Nikolai-Kirche Spandau

Die im 14. Jahrhundert erbaute Nikolai-Kirche ist das prägendste Bauwerk der Spandauer Altstadt. 1539 trat hier Kurfürst Joachim II. zum lutherischen Bekenntnis über.
In der Kirche befinden sich eine Reihe von wichtigen Sakralkunstwerken und Gemälden. 1995-96 wurde das Gebäude umfassend renoviert und eine neue Orgel eingebaut.

Domkirche (ev.) 1450-1750

Zum Berliner Schloss gehörte auch eine Hofkirche, die bald zur Domkirche erhoben wurde. Nach der Reformation wurde das Domkapitel aufgelöst und die Kirche zur obersten Pfarrkirche Cöllns. 1750 wurde der neue Dom am Lustgarten eingeweiht und der alte Bau abgerissen.

St.-Nikolai-Kirche

St.-Nikolai-Kirche

Am 21. März 2010 wurde die Nikolaikirche nach zweijährigen Restaurationsarbeiten wiedereröffnet. Das älteste Kirchengebäude Berlins wird seit der Fusion mit der Gemeinde der Marienkirche 1938 nicht mehr als Kirche genutzt und 1969 dem Magistrat übergeben.
Heute gehört das Museum Nikolaikirche zur Stiftung Stadtmuseum Berlin und ist ein Ausstellungsort für die 800jährige Stadtgeschichte, besonders mit Blick auf die Religionsgeschichte und die sakrale Kunst.

Franziskaner-Klosterkirche

Franziskaner-Klosterkirche

Die Franziskaner-Klosterkirche war bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten mittelalterlichen Bauwerke Berlins. Das von den Franziskanern gegründete Kloster wurde nach der Reformation als Gymnasium 'Zum Grauen Kloster' wiedereröffnet in dem eine große Zahl bekannter Lehrer und Schüler tätig waren.

Heilig-Geist-Kapelle

Heilig-Geist-Kapelle (kath.) 1300-1906

Das Heilig-Geist-Spital wurde im 13. Jahrhundert erbaut und in den folgenden Jahrhunderten immer wieder umgebaut. Es diente der Alten- und Krankenpflege. 1825 wurde das Spitalgebäude abgerissen und nur die gotische Kapelle blieb erhalten. Im Inneren kann man noch die alten Stützpfeiler und Halbstatuen von Propheten und Engeln besichtigen.

Marienkirche

St. Marienkirche (ev.)

Die Marienkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Damit ist sie die älteste Kirche Berlins, die noch für Gottesdienste genutzt wird. Aufgrund der Umgestaltung des Stadtkerns nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Beseitigung der meisten historischen Gebäude steht die Marienkirche jetzt auf freier Fläche am Alexanderplatz. Die Kirche beherbergt bedeutende Kunstwerke vergangener Epochen.

Bode-Museum

Bode-Museum

Das Bode-Museum auf der Museumsinsel wurde 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum zum Andenken an Kaiser Friedrich III. eröffnet. Es enthält das Museum für Byzantinische Kunst, eine Skulpturensammlung, ein Münzkabinett und Werke der Gemäldegalerie.

Kurfürst Joachim II.

Kurfürst Joachim II. sorgte 1539 für die Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. Seit dieser Zeit gilt die St.-Nikolai-Kirche als Reformationskirche von Berlin-Brandenburg. Das vom Bildhauer Erdmann Encke entworfene Denkmal wurde 1889 zum 350-jährigen Jubiläum vor dem Kirchenportal aufgestellt.

Dorotheenstädtische Friedhof

Dorotheenstädtischer Friedhof

Auf dem Dorotheenstädischen Friedhof sind eine Vielzahl von Persönlichkeiten beigesetzt. Zudem bietet die Anlage herausragende Beispiele der Berliner Sepulkralkunst, die von bekannten Künstlern entworfen wurden.

Lutherdenkmal

Das Lutherdenkmal stand ursprünglich auf dem Neuen Markt und wurde von den Bildhauern Paul Otto und Robert Toberentz entworfen.
Luther war umgeben von Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Georg Spalatin, Caspar Cruciger, Johannes Reuchlin, Justus Jonas, Franz von Sickingen und Ulrich von Hutten. Diese Statuen wurden allerdings im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Das Luther-Standbild steht heute an der Nordseite der Marienkirche.

Martin-Luther-Gedächtniskirche

Martin-Luther-Gedächtniskirche

Die im Nationalsozialismus geplante und gebaute Kirche zeigt deutlich architektonische Züge dieser Zeit. Der nicht unumstrittene Kirchenbau wird nur noch unregelmäßig für Veranstaltungen und Gottesdienste benutzt, ein gegenwärtiges Nutzungskonzept steht noch aus. Dennoch können Führungen gebucht werden.

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Personen

Joachim II. von Brandenburg (1505-1571)

Über 35 Jahre regierte Joachim II. als Kurfürst in Brandenburg. Er war für die Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg und damit auch in Berlin verantwortlich. Außerdem sorgte er für aufwendige Bautätigkeiten innerhalb und außerhalb der Stadtmauern.

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