In Berlin gibt es über 220 geöffnete und geschlossene Friedhöfe mit einer Fläche von insgesamt über 1000 Hektar. Diese Orte sind Stätten der Trauer und des Gedenkens. Zugleich geben Sie einen Einblick in die Geschichte der Stadt mit ihren Bewohner und deren Leben und Sterben.
Auf dem Dorotheenstädischen Friedhof sind eine Vielzahl von Persönlichkeiten beigesetzt. Zudem bietet die Anlage herausragende Beispiele der Berliner Sepulkralkunst, die von bekannten Künstlern entworfen wurden.
Auf dem Invalidenfriedhof, neben dem Invalidenhaus, fanden zahlreiche preussische Militärs ihre letzte Ruhe. Teile des Friedhofs wurden für die Grenzbefestigung der DDR eingeebnet. Die noch erhaltenen Grabmäler sind Zeugen eine reich ausgestalteten Sepulkralkultur.
Auf dem Friedhof der Märzgefallenen wurden die Toten der Märzrevolution von 1948 und der Novemberrevolution 1918 bestattet. Es ist ein Gedenkplatz für die Demokratiebewegungen in Deutschland.
Direkt vor den Stadttoren wurden 1735 vier neue Friedhöfe angelegt. Eine ganze Reihe berühmter Persönlichkeiten hat hier ihre letzte Ruhe gefunden und manches prächtige Grabmal wurde von einem namhaften Berliner Künstler geschaffen.
Auf dem Friedhof der St. Matthäus Kirchengemeinde sind zahlreiche Persönlichkeiten bestattet. Viele Denkmäler und Grabstätten sind künstlerisch aufwendig gestaltet und heute gehört der Friedhof zu einem der kunsthistorisch und stadtgeschichtlich bedeutendsten der Stadt.
Der Friedhof der Zwölf-Apostel-Gemeinde wurde 1864 gegründet und hat eine große Anzahl von künstlerisch herausragenden Grabstätten und Grabmälern. Außerdem sind eine Reihe von berühmten Persönlichkeiten auf dem Friedhof beigesetzt.
Der Friedhof Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem (Sankt-Annen-Kirchhof) und der Friedhof Dahlem-Dorf bilden heute eine Einheit. Aufgrund der Nähe zur Freien Universität sind hier viele Professoren und bekannte Persönlichkeiten bestattet.
Mit der Gründung der Kirchengemeinde Nikolassee 1909 ging der nur drei Jahre zuvor angelegte Friedhof in die Zuständigkeit der Gemeinde über. Einige Prominente Bürger des Villenviertels sind hier beerdigt und zahlreiche prachtvolle Grabanlagen sind auf dem Gelände zu finden.
Der Ostkirchhof der evangelischen Gemeinden in Ahrensfelde wurde 1908 angelegt. 2008 wurde die Jugendstil-Kapelle neu renoviert.
Führungen sind nach Rücksprache mit dem Büro des Ostkirchhofes möglich.
1885 wurde der Friedhof für die Friedrichshainer Kirchengemeinden St. Markus und St. Andreas vor der Stadt angelegt. Die Friedhofskapelle wurde 1900 erbaut.
Der römisch-katholische Friedhof der St.-Hedwigs und St.-Pius-Gemeinde wurde 1880 angrenzent an die Friedhöfe der evangelischen St.-Markus und St.-Andreas-Gemeinde angelegt. Hier findet sich auch ein Ehrenhain für ca. 2000 Kriegsopfer verschiedener Nationen.
Am 21. März 2010 wurde die Nikolaikirche nach zweijährigen Restaurationsarbeiten wiedereröffnet. Das älteste Gebäude Berlins wurde seit 1939 bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg nicht mehr als Kirche genutzt.
Heute gehört das Museum Nikolaikirche zur Stiftung Stadtmuseum Berlin und ist ein Ausstellungsort für die 800jährige Stadtgeschichte, besonders mit Blick auf die Religionsgeschichte und die sakrale Kunst.