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Glocken

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Bild druckenFoto: Sascha Gebauer

Glocken der Versöhnungskapelle

Die Glocke signalisiert die Zeit oder ruft zum Gottesdienst. Damit wird der Tagesablauf strukturiert und selbst in der Großstadt sind sie noch weit zu hören. Inschriften auf der Außenseite sollen die Botschaft laut in die Welt hinaustragen.

Glocken bestehen aus Bronze und ihre Herstellung ist seit dem 14. Jahrhundert unverändert. Das Verfahren ist sehr kompliziert und kleine Fehler können schon zum Fehlguss führen. Traditionell wird für den Guss der Freitagnachmittag gewählt, die vermutete Todesstunde Jesu Christi. Allein klingt die Glocke jedoch nicht, sondern sie braucht einen Klöppel oder einen Hammer, der sie anschlägt. Erst mit dem ersten Tod wird deutlich, ob die Glocke gelungen ist.

Der Klang der Glocken war für die Menschen ein Zeichen von Trost und Schutz und sie wurden für den Frieden geläutet. Während der Passion schweigen die Glocken dagegen. In den Kriegen der Neuzeit wurden Glocken häufig eingeschmolzen und zu Kanonen umgegossen.

Das Gedicht „Das Lied von der Glocke“ von Friedrich Schiller beschreibt das Gießen einer Glocke in Versen.