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Kirchturm

gethsemane.jpg
Bild druckenFoto: Sascha Gebauer

Kirchturm der Gethsemane Kirche

Kirchen sind häufig an ihren alles überragenden Türmen zu erkennen. Sie können viele Formen haben. Manche sind breit und wuchtig, andere schlank und schlicht. Die einen enden spitz, die anderen haben ein Flachdach. Manche Kirchen haben auch mehrere Türme. Während und nach der Renaissance wurde gelegentlich auf den Bau von Türmen verzichtet und die Kirche als Kuppel gebaut. Moderne Kirchen haben zunehmend freistehende Türme, die eine besondere Stellung im architektonischen Entwurf einnehmen.
Früher waren die Wehrtürme ein Schutzort für die Bewohner der Stadt oder dienten als Wachturm, um Feinde außerhalb oder Feuer innerhalb der Stadt zu erspähen.
Die eigentliche Funktion des Turmes ist der Glockenstuhl unterhalb des Daches. Meistens haben die Türme zusätzlich an der Außenfassade eine Uhr.
Die biblische Erzählung vom Turmbau zu Babel (1. Mose 11) erzählt davon, wie der menschliche Drang zur Geltungssucht die Menschen untereinander entzweit. Das Beispiel eines in den Himmel ragenden (und damit an Gott reichenden) Turmes gilt als Symbol für das Handeln. Bernhard von Clairvaux, ein mittelalterlicher Mönch, wendete sich daher gegen den Bau von Türmen.
Gleichzeitig weisen die Türme aber auch in den Himmel und sind ein Fingerzeig auf Gott. Ebenso markieren sie die Stelle, an der sich Christen versammeln und sind schon von Weitem zu erkennen. In der Stadt konkurrieren sie heute mit vielen anderen Signalzeichen