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Orgel

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Bild druckenFoto: Sascha Gebauer

Orgel in der Marienkirche

Seit Jahrhunderten gehört im Abendland eine Orgel zum Gottesdienst. Es ist das größte von einer einzelnen Person spielbare Musikinstrument. Durch Luftdruck wird in unterschiedlichen Pfeifen ein Ton erzeugt. Das Instrument wird größtenteils von Hand gefertigt und bedarf einer sehr feinen Abstimmung. Luft, Metall und Holz spielen zusammen und symbolisieren die Verbindung von Himmel und Erde. So verweisen sie auf die Schöpfungsgeschichte (1. Mose 2).
Zahlreiche klassische Komponisten haben ihre Meisterwerke für Orgeln verfasst. Mit ihren Kirchenliedern haben sie dazu beigetragen die christliche Botschaft zu verbreiten. Damit hat die Kirchenmusik einen fast so großen Stellenwert wie die Predigt erhalten. Im Kirchengebäude befindet sich die Orgel meist gegenüber dem Altar auf der Empore. Einige Kirchen haben dagegen Altar, Kanzel und Orgel übereinander angeordnet. Die Reihenfolge Anbetung-Verkündigung-Lobpreis entspricht dann einer ‚gebauten Weihnachtsgeschichte‘. Im modernen Kirchenbau siedelte man die Orgel dagegen gern ebenerdig bei der Gottesdienstgemeinde an. Der Organist wird dann als Teil der Gemeinde sichtbar.
In orthodoxen Kirchen gibt es dagegen keine Orgeln, ihre Aufgabe übernimmt der Chor.